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2008-08-10

Der Realist

Helmut Schmid über Optimismus, Pessimismus, Realismus und über die Bewältigung von Ängsten.
Video

2008-08-08

Ökomania

Teilnehmer einer Öko-Veranstaltung wurden gebeten, eine Petition für das absolute Verbot der Substanz Dihydrogen-Monoxid zu unterzeichnen. Es wurde ihnen erklärt, dass Dihydrogen-Monoxid in allen unseren Nahrungsmitteln, auch in Kindernahrung, zu finden ist und dass es auch bei der Herstellung von Pestiziden und in der Kernkraftgewinnung Anwendung findet.
Es wurden mehrere Hundert Unterschriften gesammelt ... für das Verbot von Wasser (H2O).

Banned

Verboten!

2008-08-03

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (4)

Rajendra Pachauri, Vorsitzender des Inter-Governmental Panel on Climate Change (IPCC), ist begeisterter Cricket-Spieler. So begeistert, dass er sogar für ein Wochenende von New York nach Delhi flog, um an einem Training teilzunehmen. Und dann natürlich noch einmal, um am Match teilzunehmen.
Quelle India Express

Aber vielleicht ist ja das Leben auch zu kurz, um die politischen, sozialen und ökonomischen Forderungen des IPCC zu verwirklichen? Pauchari hat dafür eine pragmatische Ausrede Lösung. Auf die Frage, was er dafür tue, um seine persönlichen CO2-Emissionen zu reduzieren, antwortete er:
Ich bin Vegetarier geworden. Ich versuche auch, die Benutzung von Autos zu reduzieren. Allerdings ist mir das selbe bei den Flugreisen nicht gelungen. Ich erkläre den Leuten, dass ich als Hindu geboren bin, und deshalb an die Reinkarnation glaube. Ich werde wohl die nächsten sechs Leben brauchen, um meine Kohlenstoff-Fussstapfen zu neutralisieren. Es ist unmöglich, das innerhalb eines Lebens zu erreichen.
Quelle Chicago Tribune

2008-07-27

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (3)

Al Gore lud zu einem Vortrag am 17. Juli 2008 in Wahington ein. In der Ankündigung wurden die Besucher aufgefordert, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Es wurde auch auf die 22 Haltestellen öffentlicher Transportmittel in unmittelbarer Nähe des Kongressgebäudes hingewiesen.
Wie das Video zeigt, zogen es aber viele Besucher (aus Bequemlichkeit) Taxis vor.
Al Gore selbst war mit zwei Grosslimousinen und einem SUV vertreten. Die für Al Gore bestimmte Limousine stand während über 20 Minuten mit laufendem Motor (für die Klimaanlage) vor dem Kongressgebäude ...

2008-07-13

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (2)

Auf seinem Pilgerflug im päpstlichen Privatjet nach Australien erklärte Papst Benedict XVI, dass Politiker und Experten die grosse ökologische Herausforderung annehmen und in den Griff bekommen müssen.
Im vergangenen Jahr besuchte der Papst Brasilien und anfangs dieses Jahres die USA.
Quelle

In Anbetracht eines drohenden Weltuntergangs scheinen die Prioritäten vor allem darin zu bestehen, Verzicht zu predigen. Aber es gibt natürlich Angelegenheiten, die wichtiger sind als selbst der Weltuntergang, wie in diesem Beispiel das Beschwichtigen der Gläubigen, nachdem sich die in der katholischen Priesterschaft bekanntgewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs häufen.
Dass die Kirche viele dieser Fälle durch ihre Sexualfeindlichkeit und das Zölibatsgebot selbst provoziert, scheint nicht zur Diskussion zu stehen. Das wäre doch eine Herausforderung, die die Kirche aufzunehmen hätte. Aber es ist einfacher, mit den Fingern auf Andere zu zeigen und in der eigenen Sache Gott um Vergebung zu bitten.

2008-07-12

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (1)

Auf seinem Flug an den G8-Gipfel in Hokkaido ermahnte der britische Premierminister Gordon Brown seine Landsleute, die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu reduzieren und ihre Ansprüche tiefer zu schrauben, um damit zur Verminderung der globalen Nahrungsmittelknappheit beizutragen.
In Hokkaido nahm er nach seiner Ankunft an einem Arbeitslunch mit 8 Gängen teil. Das Abendessen für die fünfzehn G8-Vertreter (plus Begleiterinnen) setzte sich aus insgesamt 16 Gängen zusammen, darunter Kaviar, Rauchlachs und Rindfleisch aus Kyoto.
Für den Flug nach Hokkaido wurde von der Regierung eine in Texas (USA) gecharterte Maschine eingesetzt, die zuvor leer über den Atlantik nach London geflogen worden war.
Quelle: G8 summit: Gordon Brown has eight-course dinner before food crisis talks

2008-06-28

Die Freiheit bröckelt ab ...

Ich war kürzlich geschäftlich in England. Vor meinem Rückflug von York wollte ich vom Parkplatz aus einige Fotos vom Flughafengebäude machen. Ein Mann, der sich als Security Officer identifizierte, kamm auf mich zugerannt und verlangte von mir, die Aufnahmen zu löschen. Der Flughafen sei eine private Einrichtung und Aufnahmen seien nur mit Einwilligung von der Direktion erlaubt.

Ist es nicht widersprüchlich, wenn in England gleichzeitig private Einrichtungen als "öffentlich" erklärt werden, um damit Rauchverbote in privaten Räumen zu verbieten.

Die Verbotsmanie führt dazu, dass man sich als normaler Bürger in fast jeder Situation und zu jeder Zeit fragen muss, ob man sich nicht eventuell strafbar macht.

Diese Video zeigt einen ähnlichen Fall. Sogar die Ordnungshüter wissen nicht, wo die Grenzen sind, es ist einfach zunächst einmal alles verboten. In England wird der Bürger ununterbrochen und ohne seine Erlaubnis von zehntausenden von Kameras gefilmt. Aber er selbst darf keine Bilder machen.



Und ein weiterer Fall: Ein Sammler von Bildern von alten Bussen (über 30'000 Bilder aus der ganzen Welt) wurde von Polizeibeamten angehalten und seine Personalien mit dem Polizeirregister verglichen.

2008-06-24

Welches Europa?

"Die europäischen Nationen sollten zu einem übergeordneten Staatswesen zusammengeführt werden, ohne dass ihre Bürger genau verstehen, was passiert. Das kann durch die Taktik der kleinen Schritte erreicht werden, bei der jeder Schritt hinter wirtschaftlichen Rechtfertigungen versteckt wird, bis am Ende die Zusammenführung unwiderruflich vollzogen ist."
Jean Monnet, Gründungsvater der europäischen Union, 30 April 1952


2008-06-22

Arroganz der europäischen Politiker

Der American Thinker hat eine Sammlung von Aussagen im Zusammenhang mit dem irischen Nein zum Lissabon-Vertrag zusammengestellt, eine erschreckende Sammlung von Stellungnahmen führender Politiker Europas.

Valéry Giscard d'Estaing, dessen Kommission wir die gescheiterte Europäische Verfassung zu verdanken haben, erklärte unverholen, der Vertrag von Lissabon enthalte im wesentlichen dieselben Bestimmungen, nur habe man sie aufgespalten und in verschiedenen Verträgen, oft Ergänzungen zu bestehenden Verträgen, untergebracht:
Die öffentliche Meinung wird so, ohne es zu wissen, diese Bestimmungen akzeptieren, die sie andererseits ablehnen würde, wenn sie direkt darüber zu entscheiden hätte.

Der Luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker:
Natürlich würde es eine Übertragung von Souveränitätsrechten geben. Aber wie intelligent wäre ich denn, wenn ich die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf diese Tatsache lenken würde?

Der belgische Außenminister Karel de Gucht:
Das Ziel des Verfassungs- Vertrags war es gewesen, lesbar zu sein; das Ziel dieses [Reform-] Vertrags ist es, unlesbar zu sein... Die Verfassung strebte nach Klarheit, während dieser Vertrag unklar sein mußte. Er ist ein Erfolg.

Giorgio Napolitano, Präsident der italienischen Republik:
Die Gegner der EU sind Terroristen. Es ist psychologischer Terrorismus, das Gespenst eines europäischen Superstaats herauf zu beschwören.

2008-04-28

Ich habe in der Zukunft gelebt - es hat nicht funktioniert

Die Europäische Union - die neue Sowjetunion?

Vladimir Bukovsky: "I have lived in your future, and it didn't work!"


2008-04-17

Der Zustand der demokratischen Welt

Gedanken zum Zustand der demokratischen Welt
Die Selbstfesselung
Der Begriff des politisch Korrekten kam 1793 in die Welt. [...]
Angefangen hat es mit der sprachpolizeilichen Selbstfesselung. Politisch korrekte Sprache kann in der Regel Genus und Sexus, also grammatisches und natürliches Geschlecht, nicht auseinanderhalten. So bezeichnete die Feministin Hannelore Mabry nichtfeministische Frauen einst auch als Arschlöcherinnen. Viele wollen die Welt seitdem mit Sprache verbessern.
Auszug aus Deutschlandradio Kultur

2008-03-01

Staat gegen Bürger

Ein Prozent der Staatbürger der USA wohnen nicht zuhause, sondern im Gefängnis. Unter den schwarzen Männern im Alter von 20 bis 34 Jahren hat sogar jeder zehnte seinen Wohnsitz hinter Gittern. Rund die Hälfte aller Gefängnisinsassen werden für gewaltlose Delikte bestraft, besonders häufig für Drogendelikte. Aber auch für andere abstruse Vergehen wie den Handel mit nichtlizensierten Zahnprothesen oder den interstaatlichen Transport von Wasserhyazinthen.
Damit einhergehend ist die zunehmende Behandlung von Bürgern als Kriminelle, auf allen Ebenen des Vollzugssystems. Das zeigt sich am unreflektierten Einsatz von Elektroschocks mit Tasern nur schon wenn Bürger sich verbal gegen ungerechtfertigte Polizeieingriffe wehren und an der Tatsache, dass Bürger grundsätzlich mit Handschellen gefesselt werden, um zu einer Polizeistation gebracht zu werden, auch wenn sie freiwillig mitgehen. In Washington wurde eine schwangere Frau zu Boden geworfen und mit Handschellen gefesselt, weil sie angeblich am Handy zu laut sprach.

Quelle: Cato Institute

2008-02-11

Politisch korrekter Maulkorb

Britische Athleten, die an den olympischen Spielen in China teilnehmen wollen, werden vertraglich gezwungen, sich jeder Kritik an China zu enthalten, insbesondere was die Verletzung der Menschenrechte betrifft.
Jeder Athlet muss ein 32-seitiges Dokument unterzeichnen, in dem festgelegt wird, dass keine Kommentare zu politisch sensiblen Themen gemacht werden dürfen.
Die British Olympic Association (BOA) hat bestätigt, dass Athleten, die den Vertrag nicht unterzeichnen, von der Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen werden.

Schon an den Spielen von 1938 wurde die britische Fussballmannschaft von ihren eigenen Offiziellen dazu angehalten, die deutsche Mannschaft mit gebührender Ehre zu begrüssen:


Nachtrag: Der britische Badminton-Spieler Richard Vaughan hat den Vertrag mit der BOA bereits gebrochen, in dem er China öffentlich aufforderte, sich für die Situation in Darfur einzusetzen. "Während viele Nationen versuchen, den Sudan durch Abbruch der wirtschaftlichen Bindungen zu isolieren, unterstützt China die sudanesische Regierung weiterhin, insbesondere mit dem Erdölhandel".

2008-02-05

Polizeigewalt

Hope Steffey, eine 41-jährige Frau, wird in einem Streit von einem Familienmitglied tätlich angegriffen und verletzt. Über die Notrufzentrale wird Hilfe angefordert. Als die Polizei ankommt, wird Hope von dieser, trotz blutender Wunden im Gesicht, nicht als Opfer sondern wie eine Verbrecherin behandelt und in Handschellen abgeführt. In der Polizeizelle wird sie von 6 Polizeibeamtinnen und -beamten (!) völlig nackt ausgezogen und 6 Stunden liegen gelassen.
Die Videos der Polizei sind lückenhaft (teilweise gelöscht?), aber selbst was zu sehen ist, braucht starke Nerven!

Leider gibt es in den USA sehr viele ähnliche Fälle von Misshandlungen, zum Teil mit Todesfolgen. In vielen Fällen wird sehr schnell auch von der neuen Wunderwaffe, dem Taser, Gebrauch gemacht, von den Auswirkungen her nur zu vergleichen mit der Folterung von Kriegsgefangenen.

2008-01-19

Taser - Die sanfte Gewalt?

Die Bewaffnung der Polizei mit Tasern birgt erhebliche Risiken, die über das gesundheitliche Risiko der angeschossenen Person weit hinausgeht.

Taser senken die Hemmschwelle für den Einsatz einer Waffe erheblich. Die vermeintliche Harmlosigkeit der Waffe lässt Polizeibeamte auch dann zu dieser Waffe greifen, wenn sie selbst nicht direkt bedroht sind, so zum Beipiel um eine renitente oder sich nicht zum Schweigen zu bringende Person "gefügig" zu machen. Ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Polizeibeamter würde in einer solchen Situation kaum seine Waffe ziehen.

In dieser Aufzeichnung aus einer Überwachungskamera weigert sich die Frau, sich von einem männlichen Polizeibeamten einer leibesvisitation unterziehen zu lassen. Sie ist nicht agressiv, wehrt sich aber mit Recht gegen eine ungerechtfertigte und erniedrigende Behandlung, sozusagen eine Vergewaltigung. Für die leibliche Sicherheit der Beamten besteht zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung, umso mehr als drei Beamte anwesend sind. Das Opfer dieses Dramas sitzt auch völlig passiv da, bis der Beamte handgreiflich wird.

Neben den physischen Risiken, die selbst bei jüngeren Personen zum Tode führen können, ist die Behandlung mit einer elektrischen Ladung psychisch absolut traumatisch. Die getaserte Person ist bei vollem Bewusstsein, verspürt einen extremen Schmerz durch die Lähmung des zentralen Nervensystems und verliert jede Kontrolle über ihre Muskulatur. Man wird an die Foltermethoden in Kriegsgefangenenlagern erinnert.

Gemäss Amnesty International sind seit 2001 über 290 Menschen an Taserbehandlung gestorben.

Weitere Beispiele:

Eine Analyse von Christopher Manion.



Wie ein Taser funktioniert.

2008-01-16

Die Zeiten ändern sich ...

... aber die Geschichte wiederholt sich.
Alkohol, Übergewicht, Tabak, Ernährung, individuelles Verhalten: der Staat greift immer tiefer in die persönlichen Freiheiten ein, obwohl ihm von der Verfassung dafür kein Auftrag erteilt wird, ganz im Gegenteil.



Titelbild der Hitler-Jugend-Propagandaschrift

2008-01-12

Einundzwanzig Jahre eines Lebens

"Ich mich daran gewöhnt, nur in der Gegenwart zu denken. Das wirklich ein grosser Vorteil, wenn man im Gefängnis lebt. Wirklich, es ist einfach ein neuer Tag", sagt Herb Whitlock über seine morgendliche Routine, die mit Yoga, Tao-Massage und Lesen begann.

Herb Whitlock war vor 21 Jahren, zusammen mit einer anderen Person, für die Ermordung eines jungverheirateten Paares im Juni 1986, zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden. Jetzt wurde er von jeder Schuld freigesprochen, genauso wie sein Mitangeklagter, der ursprüngliche zum Tode verurteilt worden war aber schon dreieinhalb Jahre früher frei kam. Der ursprüngliche Prozess stützte sich hauptsächlich auf die Aussagen von zwei Zeugen, die als notorische Lügner und Drogenabhängige bekannt waren und ihre Version der Vorfälle häufig änderten.

Während seiner Gefangenschaft waren Whitlocks Eltern gestorben, er erfuhr davon erst später, anlässlich eines Besuchs eines Verwandten im Gefängnis.


Quelle: Chicago Tribune

2007-12-20

Terroristenjagd

In Chicago heizt die Polizei die zur Weihnachtszeit die Terrorismushysterie mit Anleitungen an, wie man Terroristen erkennen kann und fordert die Bevölkerung auf, insbesondere zu achten auf Menschen
  • mit Photoapparaten, Videokameras, Notizblöcken
  • die Phasenzeiten der Verkehrssignale messen
  • die versuchen, Uniformen oder Behördenfahrzeuge zu beschaffen


Wesentlich effizienter ist das Plakat der Londoner Polizei, das den selben Zweck verfolgt. Es wird auch von Analphabeten und Ausländern verstanden und zeigt diejenigen Objekte, die typischerweise zur Vorbereitung terroristischer Anschläge verwendet werden.

2007-12-16

Denn sie wissen nicht, was sie tun ....

Panorama befragte deutsche Politiker zur EU-Verfassung. Das Ergebnis lässt keine Zweifel offen: Das Nichtwissen der Politiker ist erschreckend, ihr blindes Vertrauen in die Europäischen Institutionen und in die Doktrin ihrer Partei ist - gelinde ausgedrückt - kriminell.

Man kann sich vorstellen, wieviel diese Politiker über den wissenschaftlichen Stand zur Klimaänderung oder zu den Gefahren des Passivrauchens wissen, wenn sie Gesetze verabschieden oder zur Abstimmung schreiten. Ausser dem, was mittels lautstarker Propaganda, mit Appellen an Angst- und Schuldgefühle verbreitet wird, wissen sie vermutlich gar nichts.