2008-07-27

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (3)

Al Gore lud zu einem Vortrag am 17. Juli 2008 in Wahington ein. In der Ankündigung wurden die Besucher aufgefordert, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Es wurde auch auf die 22 Haltestellen öffentlicher Transportmittel in unmittelbarer Nähe des Kongressgebäudes hingewiesen.
Wie das Video zeigt, zogen es aber viele Besucher (aus Bequemlichkeit) Taxis vor.
Al Gore selbst war mit zwei Grosslimousinen und einem SUV vertreten. Die für Al Gore bestimmte Limousine stand während über 20 Minuten mit laufendem Motor (für die Klimaanlage) vor dem Kongressgebäude ...

2008-07-16

EU-Vibrationen

Die EU bemüht sich, Arbeitnehmer bei der Arbeit zu schützen. Diese Verordnung soll die Arbeitnehmer vor zu starken Erschütterungen, beispielsweise beim Bohren, schützen. Das liest sich dann so:
„Die Bewertung des Ausmaßes der Exposition für Hand-Arm-Vibrationen erfolgt nach dem Stand der Technik anhand der Berechnung des auf einen Bezugszeitraum von acht Stunden normierten Tagesexpositionswertes A(8); dieser wird ausgedrückt als die Quadratwurzel aus der Summe der Quadrate (Gesamtwert) der Effektivwerte der frequenzbewerteten Beschleunigung in den drei orthogonalen Richtungen a (tief)hwx, a (tief)why, a (tief)hwz.“
Alles klar?

2008-07-13

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (2)

Auf seinem Pilgerflug im päpstlichen Privatjet nach Australien erklärte Papst Benedict XVI, dass Politiker und Experten die grosse ökologische Herausforderung annehmen und in den Griff bekommen müssen.
Im vergangenen Jahr besuchte der Papst Brasilien und anfangs dieses Jahres die USA.
Quelle

In Anbetracht eines drohenden Weltuntergangs scheinen die Prioritäten vor allem darin zu bestehen, Verzicht zu predigen. Aber es gibt natürlich Angelegenheiten, die wichtiger sind als selbst der Weltuntergang, wie in diesem Beispiel das Beschwichtigen der Gläubigen, nachdem sich die in der katholischen Priesterschaft bekanntgewordenen Fälle sexuellen Missbrauchs häufen.
Dass die Kirche viele dieser Fälle durch ihre Sexualfeindlichkeit und das Zölibatsgebot selbst provoziert, scheint nicht zur Diskussion zu stehen. Das wäre doch eine Herausforderung, die die Kirche aufzunehmen hätte. Aber es ist einfacher, mit den Fingern auf Andere zu zeigen und in der eigenen Sache Gott um Vergebung zu bitten.

2008-07-12

Tu was ich dir sage und nicht, was ich selber tue (1)

Auf seinem Flug an den G8-Gipfel in Hokkaido ermahnte der britische Premierminister Gordon Brown seine Landsleute, die Verschwendung von Nahrungsmitteln zu reduzieren und ihre Ansprüche tiefer zu schrauben, um damit zur Verminderung der globalen Nahrungsmittelknappheit beizutragen.
In Hokkaido nahm er nach seiner Ankunft an einem Arbeitslunch mit 8 Gängen teil. Das Abendessen für die fünfzehn G8-Vertreter (plus Begleiterinnen) setzte sich aus insgesamt 16 Gängen zusammen, darunter Kaviar, Rauchlachs und Rindfleisch aus Kyoto.
Für den Flug nach Hokkaido wurde von der Regierung eine in Texas (USA) gecharterte Maschine eingesetzt, die zuvor leer über den Atlantik nach London geflogen worden war.
Quelle: G8 summit: Gordon Brown has eight-course dinner before food crisis talks

2008-07-07

Edison lässt grüssen

Kompakt-Fluoreszenzleuchten (Energiesparleuchten) sind offenbar die Rettung für unser Weltklima. Darum fordern mehr und mehr Politiker das Verbot der Glühlampe. Unbesehen davon, dass eine Glühlampe im Keller oder in der Toilette in der Regel nur wenige Stunden im Jahr brennt. Aber technischer Unsinn kann ja politisch auch sehr sinnvoll sein.

Dass Kompakt-Fluoreszenzleuchten einige Probleme aufwerfen, ist man sich bewusst unbewusst. Die amerikanische Umweltschutzbehörde EAP hat Richtlinien herausgegeben, wie im Falle des Bruchs einer solchen Wunderleuchte vorzugehen ist. Hier ein Auszug:
  • Verlassen Sie, mit ihren Haustieren, unverzüglich den Raum
  • Öffnen Sie ein Fenster und warten Sie mindestens 15 Minuten,bevor Sie den Raum wieder betreten
  • Schalten Sie alle Lüftungen aus
  • Sammeln Sie vorsichtig alle Bruchstücke und legen Sie sie in ein mit Metaldeckel versehenes Glas (Konservenglas) oder in eine luftdicht verschliessbare Plastiktüte
  • Verwenden Sie Klebeband, um kleine Stücke einzusammeln und legen Sie das Plastikband dann ebenfalls in das Konservenglas
  • Reinigen Sie die kontaminierte Oberfläche mit feuchtem Haushaltpapier, das sie ebenfalls im Konservenglas entsorgen
  • Verwenden Sie unter keinen Umständen einen Staubsauger oder einen Besen. Falls es doch erforderlich ist (Teppich), entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel ebenfalls im Konservenglas
  • Bringen Sie alle Bruchstücke und die verwenden Reinigungsmaterialien umgehend ausser Haus
  • Waschen Sie Ihre Hände
  • Erkundigen Sie sich bei Ihren Behörden, wie und wo dieser Sondermüll gefahrlos entsorgt werden kann
Das Video zeigt die Intervention eines Politikers im US Congress:
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2008-06-28

Die Freiheit bröckelt ab ...

Ich war kürzlich geschäftlich in England. Vor meinem Rückflug von York wollte ich vom Parkplatz aus einige Fotos vom Flughafengebäude machen. Ein Mann, der sich als Security Officer identifizierte, kamm auf mich zugerannt und verlangte von mir, die Aufnahmen zu löschen. Der Flughafen sei eine private Einrichtung und Aufnahmen seien nur mit Einwilligung von der Direktion erlaubt.

Ist es nicht widersprüchlich, wenn in England gleichzeitig private Einrichtungen als "öffentlich" erklärt werden, um damit Rauchverbote in privaten Räumen zu verbieten.

Die Verbotsmanie führt dazu, dass man sich als normaler Bürger in fast jeder Situation und zu jeder Zeit fragen muss, ob man sich nicht eventuell strafbar macht.

Diese Video zeigt einen ähnlichen Fall. Sogar die Ordnungshüter wissen nicht, wo die Grenzen sind, es ist einfach zunächst einmal alles verboten. In England wird der Bürger ununterbrochen und ohne seine Erlaubnis von zehntausenden von Kameras gefilmt. Aber er selbst darf keine Bilder machen.



Und ein weiterer Fall: Ein Sammler von Bildern von alten Bussen (über 30'000 Bilder aus der ganzen Welt) wurde von Polizeibeamten angehalten und seine Personalien mit dem Polizeirregister verglichen.

2008-06-24

Welches Europa?

"Die europäischen Nationen sollten zu einem übergeordneten Staatswesen zusammengeführt werden, ohne dass ihre Bürger genau verstehen, was passiert. Das kann durch die Taktik der kleinen Schritte erreicht werden, bei der jeder Schritt hinter wirtschaftlichen Rechtfertigungen versteckt wird, bis am Ende die Zusammenführung unwiderruflich vollzogen ist."
Jean Monnet, Gründungsvater der europäischen Union, 30 April 1952


2008-06-22

Arroganz der europäischen Politiker

Der American Thinker hat eine Sammlung von Aussagen im Zusammenhang mit dem irischen Nein zum Lissabon-Vertrag zusammengestellt, eine erschreckende Sammlung von Stellungnahmen führender Politiker Europas.

Valéry Giscard d'Estaing, dessen Kommission wir die gescheiterte Europäische Verfassung zu verdanken haben, erklärte unverholen, der Vertrag von Lissabon enthalte im wesentlichen dieselben Bestimmungen, nur habe man sie aufgespalten und in verschiedenen Verträgen, oft Ergänzungen zu bestehenden Verträgen, untergebracht:
Die öffentliche Meinung wird so, ohne es zu wissen, diese Bestimmungen akzeptieren, die sie andererseits ablehnen würde, wenn sie direkt darüber zu entscheiden hätte.

Der Luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker:
Natürlich würde es eine Übertragung von Souveränitätsrechten geben. Aber wie intelligent wäre ich denn, wenn ich die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung auf diese Tatsache lenken würde?

Der belgische Außenminister Karel de Gucht:
Das Ziel des Verfassungs- Vertrags war es gewesen, lesbar zu sein; das Ziel dieses [Reform-] Vertrags ist es, unlesbar zu sein... Die Verfassung strebte nach Klarheit, während dieser Vertrag unklar sein mußte. Er ist ein Erfolg.

Giorgio Napolitano, Präsident der italienischen Republik:
Die Gegner der EU sind Terroristen. Es ist psychologischer Terrorismus, das Gespenst eines europäischen Superstaats herauf zu beschwören.

2008-06-07

Zustimmung der Regierten

Wir sind eine Nation, die eine Regierung hat - und nicht umgekehrt. Und das unterscheidet uns von den anderen Nationen dieser Erde. Unsere Regierung hat nur soviel Macht wie ihr vom Volk übertragen wurde. Es ist an der Zeit, das fortdauernde Wachstum der Regierung zu bremsen und umzudrehen, denn die Anzeichen mehren sich, dass die Regierung über die Zustimmung der Regierten hinaus gewachsen ist.
Ronald Reagan, in seiner Antrittsrede als Präsident, 1981